Manuela Rademaker

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4. bis 14. Mai 2017
Ausstellung in der Orangerie im Englischen Garten München
„roterFadenNetzLabyrinthRaum“

Aktionsausstellung mit Performance an 7 Abenden
in Farbe, Papier, Skulptur, Raum, Performance, Ton.

Ausstellung: Di bis So, 14:00 bis 20:00 Uhr
Performances: jeweils um 19:00 Uhr
am Do, 4. (Vernissage) / Sa, 6. / So, 7. / Do, 11. / Fr, 12. / Sa, 13. Mai
und So, 14. Mai (Finissage) um 18:00 Uhr
Eintritt frei

Performance-Programm (PDF)

roterFadenNetzLabyrinthRaum
„Kopf`Gesichter“ 2017, Illustration von Manuela Rademaker
(Originale: „3 Köpfe“ 2010, weißer Ton; „Gesichter“ 2015, Pastell auf Papier)


Die sieben „work in progress“-Performance-Läufe thematisieren jeweils ein künstlerisches Medium aus den Bereichen Malerei, Architektur und Performance. Medien meines künstlerischen Weges, die mit einer intensiven Emotionalität, aufgrund ihrer Bedeutsamkeit für meine Auseinandersetzung mit der Welt, aufgeladen sind. Konzept/Performance mit Aktion: Manuela Rademaker. Projektsupervision: Herbert Fischer.

Die Performance ist ähnlich einem Theaterstück in 7 Akte und einzelne Szenenbilder strukturiert.

Die ersten 6 Performances „Läufe“ (Akte), die an 6 verschiedenen Abenden stattfinden, setzen sich mit der Ent`wicklung jeweils eines künstlerischen Mediums auseinander: In Farbe (Malerei). In Papier (Zeichnung). In Skulptur (Objekt). In Raum (Architektur). In Performance (Tanz). In Ton (Gesang). Die „Läufe“ beschreiben in der Abstraktion den Weg eines Labyrinths. Mit jedem Abend dringen die „Läufe“ ein Stück näher ins Zentrum. Am 7. Abend, in der finalen Performance, werden alle vorangegangenen Ausdrucksformen zu einem Gesamtkunstwerk verbunden, der „roteFadenNetz­LabyrinthRaum“ ist verdichtet, das Zentrum erreicht! Anschließend verlasse ich das Labyrinth auf dem kürzesten Weg (nach draußen!), um dann mit einem neuen (das weiße Band?!) zu beginnen, gleichsam einer Spirale, die Kreise beschreibt, jedoch versetzt!

Auf den Menschen im Allgemeinen und die Gesellschaft im Besonderen bezogen, verkörpern die einzelnen Fäden die Lebensfäden der Menschen, die sich begleiten, kreuzen, verknoten, verwickeln, auseinanderwickeln, manchmal gar zerreißen. Sie stehen für die vielfältigen Begegnungen, die in der Summe wiederum einen einzelnen Organismus bilden, die Gemeinschaft, die Gesellschaft, das Universum. Das Labyrinth selbst beschreibt die Irrungen und Verwirrungen der Menschen auf dem Lebensweg, die im Zentrum angelangt, konfrontiert mit dem inneren Dämon, den unbewussten Projektionen, die Erlösung im Tod als Metapher (Tötung des Minotaurus) finden. Der Weg hinaus ist kurz, direkt und einfach!

Fotografie Serie – „Ein`zel“, aus dem Schatten, bewegen, in den Raum, gefangen, unsichtbar
Fotos: Beate Kellmann, Installation/Performance: Manuela Rademaker


„roterFadenNetzLabyrinthRaum“
– Eine „work in progress“ Raumskulptur aus roten Fäden

Der „roteFadenNetzLabyrinthRaum“ verkörpert die Metapher der unausweichlichen Verbundenheit der einzelnen Teile mit dem Ganzen bzw. die unausweichliche Verbundenheit des einzelnen Menschen mit der Gemeinschaft, der Gesellschaft, dem Universum.

Dies wiederum verdeutlicht die Macht des Einflusses des Einzelnen auf die Gemeinschaft, die Gesellschaft, das Universum. Jede einzelne Bewegung eines Einzelnen im Netz bewegt das gesamte Netz, der „roteFadenNetz-LabyrinthRaum“ schwingt! Zugleich ist der „roteFadenNetzLabyrinthRaum“ ein Abbild der Vielfalt eines Organismus, wie eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft, das Universum. Und im übergeordneten Sinn: eine räumliche Metapher über die grundsätzliche und unausweichliche Verbundenheit einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft, des Universums, deren einzelne (Lebens-)Fäden von jedem Individuum gewoben werden. Ein sich ständig in Bewegung und Veränderung befindender Organismus. Je lebendiger der einzelne Lebensfaden, desto lebendiger der Einzelne (Mensch, Tier, Pflanze, …) und desto lebendiger die Gemeinschaft. Lebendig sein heißt, selbstbestimmt sein, verantwortlich sein, wach sein. Der „roteFadenNetzLabyrinthRaum“ als Plädoyer für eine plurale und selbstbestimmte, eine demokratische Gesellschaft.

Fotografie Serie: „Zwei`zel“ – ruhen, begleiten, kreuzen, verbinden, atmen
Fotos: Beate Kellmann, Installation/Performance: Manuela Rademaker


Mythologischer Hintergrund
– „Ariadnefaden & das Labyrinth des Minotaurus

In meiner performativen Rauminstallation bediene ich mich den Metaphern der griechischen Mythologie, die den Ariadnefaden und das Labyrinth des Minotaurus zum Gegenstand haben.

Ariadne verliebt sich in Theseus und gibt ihm den geheimnisvollen Faden, der ihm auf dem Weg durch das Labyrinth ins Zentrum zur Orientierung dient und wieder hinaus verhilft, nachdem er Minotaurus getötet hat. Die Sage beschreibt die Irrungen und Verwirrungen im Leben eines Menschen, das mit jeder Wendung in eine scheinbare Sackgasse, jedoch näher ins Zentrum des Labyrinths führt, um dort auf den unbewussten, im innersten verborgenen Dämonen zu treffen. Erst nachdem wir uns diesem stellen (Tötung des Minotaurus), führt der Weg entlang des „roten Fadens der Liebe“ und ohne Umschweife, hinaus.

ein`zelGa(e)ng`er & roterFaden`Ariadn`es
„Ein`zelGa(e)ng`erNetz“ 2017, Illustration von Manuela Rademaker


Ein`zelGa(e)ng`er“
– Die Sehn`sucht nach dem Ein(s)`Sein und dem Ein(en)`Raum.
Arbeitsprobe (Oktober 2016) zur Ausstellung (Mai 2017, Orangerie am Englischen Garten)

„Ein`zelGa(e)ng`er“ setzt die Serie fort, die mit „lichtBlick`tonbänder“ (2011) & „wandlung`7dialoge“ (2006) bereits zwei Ausstellungen ins Leben gerufen hat und die Nahtstelle zwischen Leben und Materie theamatisiert.

„Ein`zelGa(e)ng`er“, auch „eine-Zelle-geht“, erforscht das Band der grundsätzlichen Ver`bundenheit.

„Ein`zelGa(e)ng`er“ ist im übertragenen Sinn die Summe einzelner Zellen, von denen jede die Informationen des gesamten Lebens in sich trägt. Jede Zelle besitzt einen eigenen Schwingungston, der Ausdruck der lebendigen Zelle. Betrachten wir das Leben von diesem Standpunkt (eine Zelle, ein Körper/Individuum, eine Gemeinschaft, ein Universum) aus, ist jeder Einzelne/Individuum (…) ein eigenes Universum mit einem individuellen Ton, der im Verbund wiederum einen eigenen Ton mit Resonanzen bildet.

Der Ton an sich ist im Ursprung grenzenlos, dehnt sich in alle Richtungen gleichmäßig aus. Der Ton wertet nicht, sondern durchflutet lediglich das Andere, das von uns Ver`schiedene, das andere Ein`zel/Individum, das Be`sondere. Töne sind von allen Formen der Materie dem Ursprung am nächsten und berühren uns in tiefster Weise direkt und lösen persönliche, kollektive und universelle Gefühle in uns aus. Darin liegt die verbindende und universelle Kraft!

15. bis 24. Juli 2011
Ausstellung in der Orangerie im Englischen Garten München
„blauerRaum`blauEsBand“

Sie ist`s lichtBlick`tonbänder. In Öl. In Vokal.

Mit dieser Ausstellung beginnt eine Serie von Projektarbeiten, die die Wechselbeziehungen zwischen Farben und Klängen im Raum thematisieren und erlebbar machen. Aus verschiedenen Standpunkten betrachtet entfalten Farben und Töne immer wiederkehrende, scheinbar chaotische Muster, deren Bauplan den Raum „einfärben“ und „hörbar“ machen. Beginnen wir, uns auf diese feineren Ebenen einzulassen, werden uns die Türen in eine umfassendere, differenziertere Welt eröffnet. Hier finden wir die Farben, Bilder und Töne, Traumgeschichten, Visionen, die unser Leben bewegen und bestimmen.

20. bis 29. Januar 2006
Ausstellung in der Orangerie im Englischen Garten München
„Farb´tonRaum`lichtBilder“

„Wandlungen“, 7 Dialoge oder „die Kunst der Lichtfuge“

7 Tafelbildern (Öl auf Leinen) werden 7 Filmbilder (Videosequenzen) gegenübergestellt: Es entsteht ein mit Farblicht energetisch aufgeladener Zwischenraum, ein Dialog zwischen Licht und dessen Projektion, ein Dialog zwischen Licht und Schatten und schließlich ein Dialog zwischen Licht und seiner Materialisierung, der Farbe aus der undifferenzierten Bewegung hin zur verdichteten unterscheidlbaren Materie. Farbe ist materialisierte Lichtenergie.

20. bis 29. Januar 2006
Ausstellung in der Orangerie im Englischen Garten München
„Raum`Bilder“

„Einblicke“

„Aus dem geheimnisvollen Nichts erging ein Ton, und der Ton wurde Licht, und das Licht war Wille, die Absicht zu sein, geboren aus der Leere: ‘Schöpferwesen’, der Urton des universellen Gesangs, der allen Manifestationen vorangeht. Mitfühlende Weisheit entstand, als der Wille das unverwirklichte Potential von hervorströmendem Geist erkannte. Wille und Mitgefühl gebaren gemeinsam das Feuer der erschaffenden Intelligenz. So entstand das heilige Dreieck, aus dem alle Materie stammt: das Drei in Einem. Wir nennen es ein Mysterium.“
(aus „Am Feuer der Weisheit, Das Volk des Feuers“, Dhyani Ywahoo)